Warnhinweise für Medikamente

12
Mrz
2009

PRESSEMELDUNG: Tödliche Nebenwirkungen

Beachten Sie unsere Pressemeldung:
Tödliche Nebenwirkungen: "Eine von 22 Brustkrebspatientinnen erlitt Rezidiv nach Tibolon Einnahme" vom 12. März 2009 unter


http://www.openpr.de/news/290519/Toedliche-Nebenwirkungen-Eine-von-22-Brustkrebspatientinnen-erlitt-Rezidiv-nach-Tibolon-Einnahme.html

Weitere Informationen aus dem arznei-telegramm, aktuell zusammengestellt von einer Patientin hier:
http://www.erieping.de/forum/showpost.php?p=23656&postcount=39
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27
Feb
2009

Neues aus dem arznei-telegramm


gelesen und zusammengestellt von Gudrun Kemper


Avastin / Bevacizumab

Die Zeitschrift Pfeil arznei-telegramm hat im Januar-Heft 2009 gesondert auf das Schlaganfallrisiko bei der Anwendung von Avastin hingewiesen. Diese Information wird auch für Frauen mit Brustkrebs, denen das Medikament gegeben werden soll, wichtiger werden, da Studien zur adjuvanten / neoadjuvanten Therapie wohl geplant sind bzw. bereits laufen. Ferner wird das Medikament bei Brustkrebs hauptsächlich im Stadium IV eingesetzt.

Das Risiko arterieller thromboembolischer Ereignisse einschließlich zerebraler Insulte [= " wikipedia Schlaganfall"], Herzinfarkte oder wikipedia transitorischer, ischämischer Attacken [= "Vorboten eines Schlaganfalls"] sei verdoppelt (Quelle: Roche Fachinformation Avastin, Stand v. August 2008). Zwar bezieht sich der Bericht auf die Anwendung von Avastin bei einer Augenerkrankung („Makuladegeneration“), doch das Paul-Ehrlich-Institut habe auch 19 Verdachtsberichte zu Avastin (Bevacizumab) intravitreal in der Krebstherapie dokumentiert (Quelle: Schreiben des Instituts vom 7. Januar 2009).

Bisphosphonate

Unter der Rubrik Nebenwirkungen weist arznei-telegramm darauf hin, dass Osteonekrosen des Kiefers unter Bisphosphonattherapie vor allem nach intravenöser Gabe aufträten. „Am häufigsten wird Zoledronat (Zometa) verdächtigt. Der Komplikation geht häufig ein zahnärztlicher Eingriff voraus. Nun kommen aber auch orale Bisphosphonate unter Verdacht. Nach den Untersuchungen einer Universität in Südkalifornien erlitten gehäuft Frauen nach einfacher Zahnextraktion (6,1%) oder bei durch Zahnersatz bedingten „Prothesendruckstellen“ (3,5%) eine Kiefernekrose, wenn sie Alendronat / Generikum Fosamax 12 Monate oder länger angewendet hatten.

Warnhinweis zu Fentanyl-Lutscher ACTIQ

Die Lutscher-förmige Verabreichungsform des Medikaments kann Kinder lebensbedrohlich gefährden, wenn sie die Sticks versehentlich lutschen. So sind, dokumentiert von der französischen Arzneimittelbehörde, drei Kinder im Alter zwischen 18 Monaten und 10 Jahren verstorben, nachdem sie die ihren Großmüttern verordneten Lutscher gelutscht hatten. Im Beipackzettel wird auf die Gefahren zwar hingewiesen, aber offensichtlich nicht deutlich genug. Auch fehle in Deutschland das in den USA verfügbare Aufbewahrungssystem mit verschiedenen Behältern, die kindersicher sind und in denen die Sticks (auch nicht vollständig aufgebrauchte) auch unterwegs sicher verwahrt werden können.

Quelle: a-t 2009, http://www.arznei-telegramm.de, alle Artikel sind noch nicht online zugänglich.

Foto: "medicine" von Lutz Schimpf auf flickr.com, Creative Commons 2.0
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21
Jan
2008

Zwei neue Studien zu Medikamenten gegen Anämie deuten auf Tumorwachstum und Tod der Patientinnen hin

In ihrer Infomail "E-Alert" vom January 2008 informiert Breast Cancer Action San Francisco über neue Studien im Zusammenhang mit EPO. Beate Schmidt hat für unseren Blog eine kurze Übersetzung angefertigt.

Die Food and Drug Administration (FDA, amerikanische Medikamenten-Zulassungsbehörde) hat am 03.01.2008 bekannt gegeben, dass sie zwei neue Studien prüft, die weitere Beweise dafür liefern, dass die Medikamente gegen Anämie (Blutarmut), die als Erythropoese-stimulierende Substanzen (ESAs) bekannt sind, für diejenigen Brustkrebspatientinnen gefährlich sein könnten, die sie zur Behandlung einer durch Chemotherapie induzierten Anämie erhalten.

Laut FDA zeigen die Studien, dass Patientinnen mit Brustkrebs oder fortgeschrittenem Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs), die Aranesp, Epogen oder Procrit erhielten, früher starben oder öfter ein schnelleres Tumorwachstum aufwiesen als vergleichbare Patientinnen, die diese Anämie-Medikamente nicht erhielten.

Diese neuen Studien folgen sechs anderen Studien - die ähnliche Ergebnisse hatten - auf dem Fuße, aufgrund derer die FDA umgehend schärfere Warnhinweise in den Beipackzetteln bezüglich der Anwendung von ESAs bei Krebspatientinnen anordnete.

Das Oncologic Drugs Advisory Committee (Beratungsgruppe für onkologische Medikamente) der FDA wird sich im März treffen, um die neue Datenlage zu prüfen und das Risiko der Anwendung von ESAs zu bewerten.

Siehe dazu auch unsere Nachricht vom November 2007
http://bcag.twoday.net/stories/4448098/

Von BCA San Francisco benutzte Quellen:
offizielle Mitteilung der FDA: http://www.fda.gov/bbs/topics/NEWS/2008/NEW01769.html

Original- Mitteilung von BCA San Francisco

zu ESAs siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Erythropoiesis-Stimulating_Agent

Warnungen der FDA zu Epogen und Procrit im Original (März 2007):
http://www.fda.gov/cder/foi/label/2007/103234s5122lbl.pdf
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14
Nov
2007

Wichtige Warnhinweise für Anämie-Medikamente

Die Amerikanische Arzneimittelbehörde FDA warnte in einer Pressemeldung vom 8. November 2007 vor den Medikamenten Epogen, Aranesp und Procrit, die auch Frauen mit Brustkrebs - bei einer durch Chemotherapie verursachten Anämie - verordnet worden sind.

Frauen sollen mit dieser Pressemeldung auf die potentiellen Risiken der Medikamente aufmerksam gemacht werden: Bei hohen Dosierungen hatte sich gezeigt, dass Tumorwachstum begünstigt wird, während sich die Überlebenszeit bei einer fortgeschrittenen Brustkrebserkrankung und anderen Krebserkrankungen verkürzen kann.

Vorteile nicht nachgewiesen
Ferner wird darauf hingewiesen, dass es nicht nachgewiesen sei, dass durch die oben genannten Medikamente Symptome wie Anämie und Fatigue oder die Lebensqualität bei den mit solchen Substanzen behandelten Patientinnen gebessert werden können.

Berichterstattung im Deutschen Ärzteblatt:
FDA: Neue Einschränkungen für Erythropoese-stimulierende Medikamente
v. 09.11. 2007
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=30405

sowie
Brustkrebs: Erythropoetin erhöht Sterblichkeit nach Chemotherapie
v. 03.12 2007
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=30667

Pressemeldung der FDA (Englisch):
http://www.fda.gov/bbs/topics/NEWS/2007/NEW01740.html

Pressemeldung Breast Cancer Action (San Francisco, ebenfalls nur in englischer Sprache):
http://bcaction.org/index.php?page=071108-2
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