5. Auflage online - Die Beweislage 2008: Zusammenhänge zwischen Brustkrebs und Umwelt

10 Jahre ist es inzwischen her, dass Andrea R. Martin, die im Jahr 2003 an den Folgen ihrer Krebserkrankung starb, damit begann, systematisch das Thema Umwelt und Brustkrebs auf die Tagesordnung zu stellen. Es gab kaum Forschungsarbeiten und niemand wollte das Thema intensiver untersuchen, während die Brustkrebsraten immer weiter anstiegen.
Nun ist die 5. Auflage des immer weiter anwachsenden Werks „Die Beweislage 2008 – Zusammenhänge zwischen Brustkrebs und Umwelt“ („State of the Evidence – The Connection between Breast Cancer and the Environment“, herausgegeben von Dr. Janet Gray und der Stiftung „Breast Cancer Fund“) erschienen.
Diese sorgfältige Zusammenstellung des Wissenstandes ist ein „Muss“ im Kontext Brustkrebs und Umwelt. Die neue Auflage enthält nicht nur eine Analyse von rund 400 wissenschaftlichen Studien über Chemikalien und radioaktive Strahlung in Verbindung mit dem Ansteigen des Brustkrebsrisikos, sondern auch detaillierte Empfehlungen für die Forschung und politische Veränderungen einschließlich der sich daraus ergebenden Forderungen zur Vermeidung von Brustkrebs bei unseren Kindern und Enkelinnen.
Eine Studie allein trägt nur wenig zum komplexen Verständnis der Möglichkeiten einer Krankheitsprävention bei. „State of the Evidence 2008“ betrachtet die Ursachen und Möglichkeiten der Prävention von Brustkrebs komplexer.
- Wo kommen wir in Kontakt mit Chemikalien oder ionisierender Strahlung?
- Was ist wichtig im Zusammenhang mit der Verschmutzung unserer Atemluft?
- Welche Forderungen müssen im Zusammenhang mit Kosmetik, Reinigungsmitteln, Hormonen in der Nahrung, im Umgang mit Pestiziden, im Beruf oder beim Strahlenschutz umgesetzt werden?
- Welche Chemikalien sollten vermieden werden?
Die Dokumentation ist in drei Hauptbereiche unterteilt:
- Chemische Karzinogene
- Hormone und endokrin wirkenden Substanzen und
- Strahlenschutz
Breast Cancer Fund stellt nicht nur die Dokumentation „State of the Evidence 2008“ zur Verfügung. Es gibt auch einen Leitfaden für Interessenvertreterinnen und einen Podcast mit Dr. Janet Gray und der Leiterin der Stiftung „Breast Cancer Fund“, Jeanne Rizzo. Leider alles nur in englischer Sprache ...
Zu viele von uns haben persönliche Erfahrungen mit Brustkrebs, ob sie nun selbst betroffen sind oder eine erkrankte Frau kennen. „Breast Cancer Fund“ wird daran arbeiten, gesundheitspolitische Verbesserungen zum Schutz vor Chemikalien in unserem täglichen Leben – z.B. auch bezüglich einer Kontamination mit Abfällen von Medikamenten – und viele weitere Verbesserungen zu erreichen.
Breast Cancer Action Germany - 11. Apr, 23:56
