Prävention & Brustkrebs

12
Feb
2009

Sonnenbräune um jeden Preis oder


Vom Brustkrebsrisiko zum Hautkrebsrisiko?

Bericht und Kommentar von Beate Schmidt
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Den Teufel mit dem Belzebub austreiben, Brustkrebs(risiko) gegen Hautkrebs(risiko) eintauschen? Es gibt mehr Optionen als die "Wahl zwischen Pest und Cholera". Nachlesen und nachdenken helfen bei der persönlichen Entscheidungsfindung.

In der jüngeren Vergangenheit war es immer mal wieder in verschiedenen Medien zu lesen: Sonne schützt vor Brustkrebs. Vor einigen Tagen stolperte ich über den Bericht in einem Pfeil Blog mit dem vielversprechenden Namen "Sonne-ist-Leben". Hier wird am 3. Februar 2009 eine auf der Website "Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention" veröffentlichte Studie vorgestellt und kurzerhand so zusammengefasst: "Die Frage nach dem Aufenthalt an der Sonne dagegen zeigte sich als ein wichtiger Hinweis auf die unterschiedlichen Risiken einer Brustkrebserkrankung. Je länger der tägliche Aufenthalt im Freien, desto geringer das Risiko an diesem Krebs zu erkranken."

In der Studie Pfeil Women's Health Initiative Observational Study (WHIOS), auf die sich der Blogeintrag bezieht, wurden lt. Abstract in "Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention" 71.662 Frauen beobachtet, die in den Jahren 1993 - 1998 keine Krebserkrankung hatten. In der Nachbeobachtungszeit von rund 8,6 Jahren wurde versucht, Zusammenhänge zwischen den in dieser Zeit aufgetretenen 2.535 Fällen von invasivem Brustkrebs bei postmenopausalen Frauen und folgenden Faktoren festzustellen:
Pfeil-rechts1 Wohnortregion bei Geburt sowie im Alter von 15 und 35 Jahren,
Pfeil-rechts1 Wohnortregion bei Beginn der WHIOS-Studie und
Pfeil-rechts1 klinische mittlere Sonnenstrahlungsintensität.

Die Ergebnisse dieser beobachtenden Studie sind:
Pfeil-rechts1 Gemessen in der Einheit Pfeil Langelys (g-cal) pro cm² gab es bei Betrachtung dieser drei Faktoren keine Unterschiede hinsichtlich des Brustkrebsrisikos.
Pfeil-rechts1 Gemessen in Watt pro m² gab es ein um 15% geringeres Brustkrebsrisiko bei Frauen, die in Regionen mit niedriger Sonneneinstrahlung leben, verglichen mit denen, die in Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung leben.
Pfeil-rechts1 Umgekehrt hatten Frauen, die im Jahresdurchschnitt täglich weniger als 30 Minuten bei Tageslicht im Freien verbrachten, verglichen mit denen, die mehr als 2 Stunden lang draußen Tageslicht ausgesetzt waren, im WHIOS 4-Jahres-Follow-up ein 20% höheres Brustkrebsrisiko.

Fazit des Abstracts der Studie: Die Wohnortregion und die geographische Sonnenstrahlungsintensität stehen nicht durchweg mit dem Brustkrebsrisiko in Zusammenhang und sind vielleicht keine ausreichenden vertretungsweise angewandten Maßeinheiten für die Sonnenlicht- / Vitamin D-Exposition. Die beobachtete Verbindung zwischen Brustkrebsrisiko und der Zeit, die im Freien verbracht wurde, unterstützt die Hypothese, dass Vitamin D gegen Brustkrebs schützen könnte. (Zitat aus dem Original: "In conclusion, region of residence and geographic solar irradiance are not consistently related to risk of breast cancer and may not be sufficient proxy measures for sunlight/vitamin D exposure. The observed association between time spent outside and breast cancer risk support the hypothesis that vitamin D may protect against breast cancer.")

Hieraus bleibt zunächst festzuhalten: Es geht nach wie vor um eine Hypothese, untersucht in einer beobachtenden Studie. Es gibt bisher keinen Beweis.

Während der eingangs genannte Blogeintrag die Studie mehrfach falsch zitiert, indem er den "Aufenthalt an der Sonne" mit dem "Aufenthalt im Freien" gleichsetzt, ist im Abstract der Studie lediglich von "outside in daylight" (also "draußen bei Tageslicht") die Rede, was nicht zwangsläufig "an der Sonne" bedeutet. Aber selbst unter einer Wolkendecke ist UV-Strahlung vorhanden, mit all ihren positiven und negativen Wirkungen auf den Menschen.

Wenige Klicks weiter, und ich finde in der Reihe "Regionale Veröffentlichungen der WHO. Europäische Schriftenreihe Band 53" aus dem Jahr 1994: Pfeil Sorge um Europas Zukunft - Gesundheit und Umwelt in der Europäischen Region der WHO. Dort steht auf S. 25 im Kapitel "Nichtionisierende Strahlung": "Das Hauptrisiko ist jedoch derzeit die gewollte übermäßige UV-Bestrahlung, und viele potentielle Gefährdungen könnten durch Verhaltensänderung abgewendet werden. Ein jährlicher zweiwöchiger Urlaub in der Sonne kann bei Nordeuropäern, die nicht im Freien arbeiten, das auf die Lebenszeit bezogene Risiko von Hautkrebs außer Melanom auf das Fünffache steigern, weil er sie der doppelten Jahresdosis biologisch wirksamer UV-Strahlung aussetzt."

Die Strahlenschutzkommission (SSK) schreibt im Pfeil Vorwort ihres Jahresberichtes 2006 (Heft 53, 2007, S. VIII): "Ein weiteres Thema, bei dem es um den Schutz von Kindern und Jugendlichen ging, war die gesundheitliche Gefährdung durch UV-Exposition. Neben einer möglichen genetischen Prädisposition steigert vor allem eine erhöhte UV-Exposition in Kindheit und Jugend das Risiko, an einem Hautkrebs im späteren Leben zu erkranken. Die SSK empfiehlt, besondere Schutzmaßnahmen zu ergreifen, und fordert vom Gesetzgeber ein Verbot der Nutzung von Solarien durch Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre." Der volle Text einschließlich der Verbotsforderung an den Gesetzgeber ist auf S. 25 unter Punkt 2.2.16 nachzulesen.

In der 6. überarbeiteten Auflage von Pfeil Krebs in Deutschland 2003 – 2004. Häufigkeiten und Trends, herausgegeben vom Robert-Koch-Institut und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V., Berlin 2008, finden sich die derzeit bekannten Zahlen zum Hautkrebs. Danach erkranken jährlich ca. 8.400 Frauen und 6.500 Männer an Malignem Melanom, also bösartigem Hautkrebs (S. 50). Frauen in Deutschland liegen bei der Neuerkrankungsrate im internationalen Vergleich sehr weit oben, nämlich direkt hinter Australien und der Schweiz auf Platz 3 (Abb. 3.9.2). Mit Interesse stelle ich fest, dass in den Jahren 2003 und 2004 in den norddeutschen Bundesländern Schleswig-Holstein und Niedersachen, denen im allgemeinen vergleichsweise kühleres Klima nachgesagt wird, die meisten Frauen und auch Männer hieran erkrankten (Abb. 3.9.4).

Ich meine jede Frau sollte sorgfältig abwägen, welchen Risiken sie sich aussetzt. Risiken in Bezug auf UV-Strahlung sind vermeidbar, Prävention ist möglich.
Ich frage mich, ob die oftmals als Zeichen von Gesundheit betrachtete knackig-braune Haut wirklich wichtig ist, und ich finde: nein! Im Gegenteil: Frauen wie Nicole Kidman, Renée Zellweger, Claudia Schiffer und Sunnyi Melles, ganz zu schweigen von Dita von Teese, werden von vielen als Stilikonen betrachtet und haben es mit blasser Haut zu Ruhm und Scharen von Verehrerinnen und Verehrern gebracht. Diese Frauen haben offenbar begriffen: Sonne lässt die Haut u.a. schneller altern.
Ich schaue nach Australien, berühmt-berüchtigt für seine hohe Rate maligner Melanome, und sehe, dass man dort dazugelernt hat. Inzwischen wird auch in Deutschland für verschiedene Sonnenschutzmittel mit dem Slogan "nach australischem Standard" geworben. Ärzte empfehlen auch in unserem Land, dass nicht nur Kinder bei hoher Strahlungsintensität zusätzlich schützende Kleidung tragen sollten. Ich denke: gut so!
Ich frage mich, ob "Sonnenbräune" es wirklich wert ist, sich ggf. Hautkrebs einzuhandeln. Geht der Schutz vor UV-Strahlung, die Krebs begünstigt, als einfache Möglichkeit der Hautkrebs-Prävention nicht vor? Sollen und wollen wir wirklich den Teufel mit dem Belzebub austreiben, Brustkrebsrisiko gegen Hautkrebsrisiko eintauschen, und wenn dieses ernsthaft billigend in Kauf genommen wird, wer hat ein Interesse daran? Müssen wir uns wirklich freiwillig und sehenden Auges dem Hautkrebsrisiko aussetzen? Womöglich zusätzlich zu dem, das wir uns als Reiseweltmeister an den Stränden dieser Welt am liebsten mehrfach pro Jahr bereits einhandeln? Und für dieses zusätzliche Hautkrebsrisiko auch noch weiteres Geld ausgeben? Ich bin überzeugt: nein!

Ein vernünftiger, vor UV-Strahlung geschützter Aufenthalt im Freien ist in vielerlei Hinsicht gesund. Wenn unzweifelhaft bewiesen werden sollte, dass Sonne einen gewissen Schutzfaktor gegen Brustkrebs darstellt, würde ich mich freuen. Aber ich plädiere eindringlich dafür, die mit der UV-Strahlung zweifelsfrei verbundenen Risiken nicht zu ignorieren oder zu verharmlosen, denn:
Unsere Haut, unser Körper ist ein Speicher, er vergisst nichts.
Braune Haut ist ein flüchtiger Effekt. Hautkrebs ist lebensbedrohlich.


Ach ja, beinah hätte ich es vergessen: Der eingangs genannte und zitierte Blog gehört zum Internetauftritt von Pfeil Photomed, Bundesfachverband Solarien und Besonnung e.V.


Weiterlesen:

Abstract der Studie Pfeil Incident Invasive Breast Cancer, Geographic Location of Residence, and Reported Average Time Spent Outside, Erstveröffentlichung am 03.02.2009 auf der Website Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, 10.1158/1055-9965.EPI-08-0652 der American Association for Cancer Research AACR

Evidenzbasierte Informationen zu den Themen Pfeil Ultraviolette Strahlung: Sonne und Solarien sowie Pfeil Hautkrebs, jeweils mit weiterführenden Links, sind nachzulesen auf der Website des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg DKFZ.

Radiosendung mit Prof. Dr. med. Eggert Stockfleth, Hauttumorzentrum der Charité in Berlin, im Deutschlandfunk - Sprechstunde vom 19.08.2008: Pfeil Radiolexikon Sonnenbrand. Zitat Stockfleth: "Wir haben eine Steigerung von Hautkrebs jedes Jahr von 7 - 10 Prozent, und die Patienten werden immer jünger." und "Also das Vorbräunen von Solarien ist völliger Quatsch. Weil, in den Solarien kommt viel UV-A-Strahlung raus, das heißt sie geht tief in die Unterhaut rein, also gar nicht in die Oberhaut, und das Problem ist dass 98 Prozent unserer Sonnenstudios in Deutschland nicht zertifiziert sind, das heißt, da ist kein ausgebildetes Personal, die gucken nicht, welcher Hauttyp Sie sind. Wir haben das hier mal in Berlin gemessen, dass in einem durchschnittlichen Sonnenstudio Sie etwa die Sonnenstrahlen abbekommen, die Sie am Äquator mittags um 12 abbekommen - mal zwei!"


Foto 1: "Rays" (Strahlen) von Michael Kesler - Creative Commons 2.0
Foto 2: "Sonnenschirm" von Ruth "rubu74" - Creative Commons 2.0
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27
Jun
2008

Was macht eigentlich … Susan Love (2)

von Gudrun Kemper

Brustkrebsforscherin-Susan-Love- Susan Love ist umgezogen, besser: Die Büros ihrer Dr. Susan Love Research Foundation sind nun in Santa Monica, so schreibt Love in ihrem Juni-Newsletter.

Bewegung I
Love wohnt in einem Ort mit dem malerischen Namen Pacific Palisades und will die 6 Meilen (knapp 10 km) für den einfachen Weg zur Arbeit jeden Tag mit dem Fahrrad zurücklegen. Davon verspricht sie sich ein gutes Kreislauftraining, einschließlich Herzgesundheit und Vitamin D durch die Sonneneinstrahlung, was das Risiko an Krebs zu erkranken senken soll. Außerdem lobt sie den Kalorienverbrauch nach der Menopause mit Blick auf die eigene Gewichtskontrolle. Sie fühlt sich gut beim Radfahren und sie fühlt sich wunderbar, weil sie so stolz auf sich ist, es zu tun.

Bewegung II

Love betont, dass sie – wissenschaftlich – daran arbeitet, Brustkrebs zu stoppen. Doch sie will auch alles tun, um einen gesunden Lebensstil zu vermitteln, damit Frauen möglichst die Krankheit gar nicht erst kriegen, bzw. dass die, die Krankheit haben, mit Bewegung etwas tun können, um ihr Rückfallrisiko zu reduzieren.

Bewegung III
Love verweist auch auf neu vorgelegte Studiendaten, die zeigen, dass bereits die Bewegung als Teenager und junge Frau im Alter zwischen 12 und 22 eine Rolle bei der Entwicklung von Brustkrebs spielt. In der neuen Ausgabe der Zeitschrift des National Cancer Institute vom 21. Mai 2008 wurde über die Zusammenhänge zwischen altersspezfischer körperlicher Bewegung und dem Auftreten von Brustkrebs vor der Menopause in dem Artikel “A Prospective Study of Age-Specific Physical Activity and Premenopausal Breast Cancer“ berichtet. Frauen, die mindestens 3,5 Stunden in der Woche gelaufen oder alternativ 13 Stunden die Woche spazieren gegangen waren, erkrankten in der 1997 gestarteten Nurses Health Studie nicht so häufig an Brustkrebs (136 anstelle von 196 Fällen von Brustkrebs pro 100.000 Personenjahre). Für die Gruppe der jungen Frauen waren die Auswirkungen instensiver physischer Aktivität am deutlichsten. Love beschreibt allerdings auch auf die Einschränkungen dieser nachträglich erfragten Daten aus der Nurses Health Studie. Krankenschwestern haben nämlich sowieso einen Job mit mehr Bewegung und nachträglich erfragte Daten sind beispielsweise anders zu bewerten, als solche einer randomisierten kontrollierten Studie.

Zum Abstract der Studie:
http://jnci.oxfordjournals.org/cgi/content/abstract/100/10/728
[Der vollständige Artikel ist in einem Jahr frei verfügbar, doch PatientInnen können sich den Artikel bereits jetzt zusenden lassen, da die Zeitschrift „Patient Access“, also den Zugang für Patientinnen und Patienten, anbietet.]

We love Love!
Susan Love vergisst es nie, auf nicht medikamentöse Möglichkeiten in der Prävention hinzuweisen. Unsere weitreichende Mentalität des ungesunden Lebens betrifft nicht allein unser individuelles Verhalten, sondern die gesamte Situation unserer Lebensverhältnisse. Von der Medizin erwarten wir dann Heilung, wenn unser Leben bereits in akuter Lebensgefahr ist und mit Operationen, Strahlen und medikamentösen Stoffen wollen wir unsere Gesundheit zurück. Aber wir werden damit nicht gesunder, so einfach ist es nicht. Das ist eben auch eine der Botschaften in der umfassenden Arbeit von Dr. Susan Love, MD, zum Thema Brustkrebs …

Zum Weiterlesen:
Forschung im Milchgang oder Was macht eigentlich … Susan Love? pdf_button pdf zum Download

Text hier im Blog:
http://bcag.twoday.net/stories/4176018/

Susan Love - Aktuelles Foto von Susan Love (60) bei einer Veranstaltung der NBCCF:
http://www.flickr.com/photos/stopbreastcancer/2446629658/
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16
Apr
2008

EBCC 6 - Brustkrebs-Prävention im Programm vergessen?

Zwar war das Thema Primärprävention von Frauenseite an die Macher der EBCC 6 herangegetragen worden, doch wurde dieser Themenwunsch - neben anderen - ignoriert. Mit einer Pressemeldung vom 16.04.2008 weist nun die Frauenorganisation "Women in Europe for a Common Future, Germany - WECF e.V." anlässlich der EBCC 6 auf die dringende Notwendigkeit, das Thema Brustkrebsprävention aufzugreifen, hin. Zum Auftakt der 6. Europäischen Brustkrebskonferenz heute in Berlin hat WECF- Women in Europe for a Common Future- mit einer Banner Aktion vor dem ICC gefordert, der Primärprävention vor gesundheitsschädlichen Umweltgiften und Arbeitsbedingungen bei der Bekämpfung von Brustkrebs endlich Priorität einzuräumen.

Brustkrebsprävention muss Thema werden

Foto: WECF  

Wie auch das EU Parlament mit einer Abstimmung in der vergangenen Woche endlich bestätigte, sind diese Risikofaktoren als Grund für die Entstehung und Zunahme der (Brust-)Krebserkrankungen sehr ernst zu nehmen.

WECF: Heilen ist gut, vorbeugen ist besser! In Europa stirbt alle sechs Minuten eine Frau an Brustkrebs. "Prevention is the cure" - übersetzt - "Prävention ist die Heilung" - ist auch eines der Projekte von Breast Cancer Action und war auf der EBCC 6 leider kein Thema.

Liegt der Fokus der EBCC vorallem auf der medikamentösen Therapie, so WECF forderte anlässlich der Europäischen Brustkrebskonferenz EBCC in Berlin Primärprävention durch die Verringerung krankmachender Chemikalien. Die europäische Frauen- und Umweltorganisation WECF - Women in Europe for Common Future fordert zudem, gesundheitsschädigende Chemikalien und Arbeitsplatzbedingungen als Risikofaktoren für die Entstehung von Brustkrebs anzuerkennen und der Prävention Priorität einzuräumen.

Als ersten Erfolg und Schritt in die richtige Richtung bewertet WECF, dass das Europäische Parlament in der vergangenen Woche mit überwältigender Mehrheit einem Antrag der Grünen Fraktion zugestimmt hat, Umweltfaktoren als Ursachen für die steigende Zahl der Krebserkrankungen hervorzuheben.

Mehr zur Aktion von WECF
http://www.wecf.eu/english/articles/2008/04/berlin.php

Kontakt: Johanna Hausmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Email: johanna.hausmann@wecf.eu

Women in Europe for a Common Future, Germany (WECF e.V.)
Website: http://www.wecf.eu
St.- Jakobs - Platz 10
D-80331 München
Germany
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14
Jul
2007

Keine Unterstützung für "Präventionsstudie STELLAR" (Study to Evaluate Letrozole and Raloxifene)


von Gudrun Kemper

Nachrichten aus dem Breast Cancer Action Newsletter für uns ...Im aktuellen Email-Newsletter vom 13. Juli 2007 berichtet Breast Cancer Action in San Francisco über die Ablehnung der vierten Präventionsstudie der amerikanischen Studiengruppe National Surgical Adjuvant Breast and Bowel Project (NSABP) durch das Nationale Krebsinstitut (NCI) in den USA.

Die ebenfalls als Studie zur "Prävention von Brustkrebs" konzipierte IBIS-II-Studie, die zunächst von verschiedenen Patientinnenorganisationen auch in Deutschland unterstützt wurde, musste sich hierzulande bereits Kritik in Bezug auf die insbesondere in Deutschland eingesetzten Werbestrategien für die Studie gefallen lassen. Aber auch die Einschlusskriterien der IBIS-II-Studie wurden kritisch bewertet, da diese Studie Frauen bereits mit einem Brustkrebsrisiko von 2% bzw. - ab einem Alter von 60 Jahren - praktisch jede Frau als risikobelastet einstufte. Unverständlich erscheint vor diesem Hintergrund die Auszeichnung der IBIS-II-Studie mit dem "Gütesiegel A" der Deutschen Krebsgesellschaft (Bericht unter Aktuelles/News vom 1.6.2007 auf der deutschen Website der IBIS-II-Studie). Die IBIS-II-Studie untersucht - wie auch die nun vom NCI abgelehnte Studie - einen Aromatasehemmstoff (Wirkstoff Anastrozol).

Zur Erinnerung und zum Weiterlesen:
"Die Angst-Strategie", Mit fragwürdigen Methoden suchen Ärzte Teilnehmerinnen für eine Brustkrebs-Studie (21.07.2005, Süddeutsche Zeitung)

In den USA ist bei führenden Forschungsinstitutionen mittlerweile ein kritischeres Bewusstsein in Bezug auf medikamentöse Prävention mit Krebsmedikamenten sichtbar eingetreten. So hat das Nationale Krebsinstitut (National Cancer Institute) veröffentlicht, dass es die "P-4 Chemopräventionsstudie STELLAR" nicht unterstützen wird. Die Studie, die von dem "National Surgical Adjuvant Breast and Bowel Project" (NSABP) entwickelt wurde, will das neuere Medikament (Wirkstoff Letrozol) gegen ein älteres Brustkrebsmedikament (Wirkstoff Raloxifen) untersuchen. Geplant ist der Einschluss von 12.800 postmenopausalen nicht an Brustkrebs erkrankten Frauen mit "höherem Brustkrebsrisiko". Obwohl vorangegangene Studien bereits zeigen konnten, dass im Ergebnis einer solchen "Chemoprävention" mit den älteren Wirkstoffen lediglich Risiken ausgetauscht oder gar neue Risiken, die insbesondere in ihren Langzeitwirkungen noch gar nicht geklärt sein können, verursacht werden, will die NSABP mit "STELLAR" erforschen, ob eine mögliche präventive Wirkung besser und die Nebenwirkungen dabei geringer sind als mit dem älteren Medikament. Eine von Breast Cancer Action durchgeführte Umfrage zu Nebenwirkungen von Aromatasehemmern lässt den Einsatz solcher Wirkstoffe als Maßnahme zur Prävention bisher zunächst eher problematisch erscheinen.

Die Strategien beim Einsatz von Medikamenten bedürfen insbesondere aus der Perspektive von Frauen selbst einer Revision. Fragwürdig bei Studien wie "STELLAR" erscheint das Muster, Krebsmedikamente bereits für den Einsatz bei gesunden Frauen schon dann in Erwägung zu ziehen, bevor sie überhaupt an Krebspatientinnen hinreichend erforscht sind. Frauen mit Brustkrebs haben mit ihrer potentiell als lebensbedrohlich einzustufenden Erkrankung eine andere Ausgangssituation, was den Einsatz von Stoffen, die Wirkungen z.B. auf Zellteilungsmechanismen ausüben können, betrifft. Zu betonen ist in der jetzigen Situation, dass die neuen Wirkstoffe gegen Brustkrebs weder hinsichtlich der Nebenwirkungen, noch in Bezug auf die Langzeitwirkungen bereits wirklich gut erforscht sind.

Eine "Prävention mit Pillen" - wie in dem oben aufgezeigten Beispiel - bleibt besonders deswegen bedenklich, weil sich damit zeigt, dass die Interessen des Marktes (so z.B. Patentinteressen, das schnelle Pushen von neuen medikamentösen Wirkstoffen) auch Forschungsgruppen offensichtlich antreiben, ohne die Bedenken von Frauen und Frauengesundheitsorganisationen oder gar weitsichtigere Denkansätze, die die weite Verbreitung von zytotoxisch wirksamen Stoffen grundsätzlich hinterfragen, ausreichend zu berücksichtigen.

Barbara Brenner, Brustkrebsüberlebende, leitet Breast Cancer Action im Team mit WissenschaftlerinnenIn der Breast Cancer Action Pressemeldung vom 19. Juni 2007, in der die Entscheidung des Nationalen Krebsinstituts NCI, www.cancer.gov, in seiner Entscheidung ausdrücklich befürwortet wird, sagt Barbara Brenner z.B.: "Wir befürchten, dass Tabletten zur 'Prävention' von Brustkrebs immer zu einer Förderung von anderen Krankheiten führen werden." (We are concerned that pills to 'prevent' breast cancer will allways result in disease substitution.)


Link Lesen Sie auch unsere Pressemeldung zum Ausstieg des NCI: "Studie zur medikamentösen Brustkrebsprävention auf Eis gelegt"


Weitere Links und Quellen:

Präventionsstudie Protokoll 1
der NSABP zum Wert von Tamoxifen
http://www.nsabp.pitt.edu/BCPT_Information.asp

Präventionsstudie Protokoll 2 der NSABP (STAR, Tamoxifen/Raloxifene)
http://www.nsabp.pitt.edu/BCPT_Information.asp

Die Präventionsstudie Protokoll 3 der NSABP (Celecoxib Polyp Prevention Trial in Participants with Resected Stage I Colon Cancer) wurde abgebrochen.

Präventionsstudie Protokoll 4 der NSABP (STELLAR, Letrozole/Raloxifene)
Statement der NSABP zurzeit online auf: http://www.breastcancerprevention.org/

Berichterstattung in der Washington Post:
Breast Cancer Drug Study Canceled von Rob Stein, 20. Juni 2007
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/06/19/AR2007061901904_pf.html

Am Rande:
John E. Niederhuber, Direktor des amerikanischen National Cancer Institute, stoppte die STELLAR-Studie: »Wir gewinnen die Kontrolle«, aktuelle Berichterstattung in der ZEIT
http://www.zeit.de/2007/29/krebs-interview?from=rss
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22
Jun
2007

Brustkrebs, Cola und Aspartam: Hinweise auf doppelte Risiken

von Gudrun Kemper

Die Diskussion um Gesundheitsrisiken bei "Erfrischungsgetränken" wie Cola und Süßstoffen wie Aspartam gibt es schon lange. Risiken werden in der Regel solange ausgeschlossen, bis sie in Langzeitbeobachtungen doch nachgewiesen werden. Wir leben in einer chemischen Welt.


Die erste Aspartam-Studie

Ein Forschungsteam vom "Cesare Maltoni Cancer Research Center" in Bologna fütterte 1.500 Ratten täglich mit Aspartam in Dosen zwischen 4 mg und 5.000 mg pro kg Körpergewicht. Als Kontrollgruppe dienten 300 Tiere, die kein Aspartam erhielten. Die Studie startete in der achten Lebenswoche der Ratten und endete mit dem Tod des letzten Tieres nach 159 Wochen. Danach wurden die Nager untersucht. Die Ratten aus der Aspartam-Gruppe zeigten "beträchtliche Hinweise auf bösartige Karzinome einschließlich Lymphome, Leukämien und Tumoren in verschiedenen Organen", so die Forscher.


"Aspartam ist sicher"

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Daten der vor über 20 Jahren als Süßstoff eingeführten Substanz, die sich in so vielen Lebensmitteln enthalten ist, geprüft und kam Anfang Juni 2005 erneut zu dem Ergebnis: Aspartam ist sicher. Sie sah aufgrund der vorgelegten Daten aus dem Tiermodell keinen Anlass, ihre Position zu verändern. Ob sie weiterhin bei dieser Position bleiben wird? Die "MedUniqa", eine Zeitschrift der Österreichischen Uniqa-Versicherungsgruppe, fragte sich bereits nach den in der 1. Studie vorgelegten Ergebnissen, ob bei der breit eingesetzten Substanz Aspartam nicht möglicherweise wirtschaftliche Interessen die wissenschaftlichen überragen.

Nun gibt es konkretere Hinweise auf Zusammenhänge zwischen dem Brustkrebsrisiko und Cola-Getränken und Brustkrebsrisiko und Aspartam. Da in einigen kalorienreduzierten Getränke sogar beides enthalten ist, könnten sich Risiken unter Umständen potenzieren. Auf diese Zusammenhänge hat die Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V. in einer Pressemeldung vom Juni 2007 hingewiesen.

Die Untersuchungen, die an Ratten durchgeführt worden waren, lassen sich zwar nicht "1 zu 1" auf Menschen übertragen, aber sie können zumindest zum kritischen Nachdenken bei der menschlichen Nahrungsaufnahme anregen. Man kann darüber spekulieren, ob jetzt Ratten oder Menschen widerstandsfähiger sind und wie sich die Chemikalien z.B. in Schwangeren auswirken, denn die durchgeführten Studien zeigen ihre Auswirkungen bis hin zu den Nachkommen.

Die zweite Aspartam-Studie

Die Europäische Stiftung für Onkologie und Umweltwissenschaften weist aktuell auf ihre zweite Studie zu dem künstlichen Süssstoff Aspartam unter dem Titel "Lifespan Exposure to Low Doses of Aspartame Beginning During Prenatal Life Increases Cancer Effects in Rats" (Pränatal beginnende Lebenzeit-Exposition mit niedrig dosiertem Aspartam erhöht die Krebsentstehung bei Ratten) hin, die gerade auch bei "Environmental Health Perspectives" erscheinen konnte und im Volltext frei zugänglich nachzulesen ist, leider jedoch nur in englischer Sprache.

"Als Erstes konnten die Forscher eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme sowie Gewichtszunahme bei den Ratten sowie deren Nachkommen unabhängig vom Geschlecht aufzeigen. Darüber hinaus zeigte sich im Vergleich zur Kontrollgruppe ein signifikant erhöhtes Auftreten von bösartigen Brusttumoren bei den weiblichen Ratten sowie dem weiblichen Nachwuchs. Das Team um Fiorella Belpoggi von European Foundadion for Oncology & Environmental Sciences vermutet als Grund eine Wechselbeziehung zwischen Übergewicht und Brustkrebs", berichtet die Fachgesellschaft für Ernährungstherapie. So lag die Rate der Brustkrebserkrankungen ohne Aspartam-Aufnahme bei durchschnittlich 5,3%, bei 20 mg/kg des Körpergewichts lag sie bei 7,1% und sie stieg mit der Aufnahme von 100 mg/kg auf 15,7%. Auch die Rate der Lymphome und Leukämien verdreifachte sich knapp und stieg auf 31,4% an. Ohne Aspartamaufnahme lag sie bei 12,6% für Lymphome und Leukämien im Tierversuchsmodell.

Auf experimenteller Ebene im "Modell mit Ratten" konnte damit gezeigt werden, dass Aspartam eine "multipotente krebserzeugende Substanz" ist. Neben einem höheren Brustkrebsrisiko konnte bei Aspartam im Versuch dosisabhängig auch ein noch höheres Risiko für Lymphome und Leukämien gezeigt werden.

Aspartam in der Nahrungsaufnahme überdenken!

Die Forschergruppe um die Ärztin Fiorella Belpoggi, deren Arbeitsschwerpunkt die Erforschung von industriellen und in der Umwelt vorhandenen krebserregenden Substanzen ("Karzinogenen") ist, fordert ein Überdenken in Bezug auf Aspartam in der Nahrungsaufnahme. Gerade weil bereits Kinder den Stoff über Nahrung und Getränke aufnehmen - und zwar bereits beginnend vor der Geburt über die Nahrungsaufnahme der Mutter - und sich ein kummulierendes Risiko über die Lebenszeit zeigen lässt, bestünde hoher Handlungsdruck. Fiorella Belpoggi ist stellvertretende Präsidentin der Stiftung und Chefpathologin und hat lange unter dem kritischen Onkologen Prof. Cesare Maltoni (1930 - 2001) gearbeitet. Ihr Leitgedanke "per aspera ad astra’’ (Seneca) - in etwa "man erreicht die Sterne nur, wenn man große Schwierigkeiten überwindet" - ist in diesem Zusammenhang ein Sinnbild für ihre Zähigkeit.

Die Coca-Cola-Studie

Die "Coca-Cola-Studie", ebenfalls unter der Leitung von Fiorella Belpoggi, untersuchte die Langzeit-Auswirkungen in Hinsicht auf die Entstehung von Krebserkrankungen durch Coca-Cola - ebenfalls anhand von Ratten im Versuch.

Die Resultate dieser Studie haben gezeigt:
(a) eine Zunahme des Körpergewichts in allen behandelten Tieren,
(b) eine statistisch signifikantes Ansteigen von Brustkrebs bei Weibchen, bis hin zu den Nachkommen,
(c) eine statistisch signifikante Zunahme von Pankreastumoren (exocrine adenomas of the pancreas ) in den männlichen und weiblichen Tieren und Nachkommen,
(d) eine Ansteigen, jedoch statistisch signifikant, bei Pankreas-Inselzellkarzinomen (pancreatic islet cell carcinomas) bei den Weibchen. Dieser bösartige Tumor ist in den historischen Kontrollen sehr selten aufgetreten.

Auf der Grundlage der Resultate dieser Studie sollten insbesondere Kinder und Jugendlichen vom übermäßigen Verbrauch dieser „Soft-Drinks“ abgeraten werden.

Wieviele Jahrzehnte hat man uns nun Cola und Süssstoff als harmlos verkauft? Und wollen wir VerbraucherInnen es wirklich weiterhin glauben?

Quellenangaben zum Weiterlesen

Link zur Originalarbeit der 1. Studie zum Thema "Aspartam" - nur in englischer Sprache - im Volltext:
http://ehp.niehs.nih.gov/members/2005/8711/8711.pdf

Link zur Originalarbeit der 2. Studie zum Thema "Aspartam" - nur in englischer Sprache - im Volltext :
http://www.ehponline.org/members/2007/10271/10271.pdf

Link zum Abstract der "Coca-Cola-Studie" (Results of Long-Term Carcinogenicity Bioassays on Coca-Cola Administered to Sprague-Dawley Rats, Fiorella Belpoggi et al, in engl. Sprache): http://www.annalsnyas.org/cgi/content/abstract/1076/1/736
(Volltext leider 15 €)

Link zur Pressemeldung der "Fachgesellschaft für Ernährungstherapie":
http://www.openpr.de/news/141449/Coca-Cola-und-Krebs.html

Ärzteblatt studieren:
Erhöhtes Krebsrisiko durch Süßstoff Aspartam? (rme, 25.11.2005)

Die Pressekonferenz der EFSA zur 1. Aspartam-Studie in 2006:
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat sich große Mühen gemacht, die 1. Aspartam-Studie abzuschmettern. Die Pressekonferenz der ESFA aus dem Jahr 2006 dazu ist in simultaner Übersetzung in die deutsche Sprache online verfügbar und kann als Video angesehen werden. Sie enthält:
  • Eröffnung durch Anne Laure Gassin (Leitung der Pressekonferenz für die EFSA)
  • Herman Koeter, leitender Wissenschaftler der EFSA, berichtet zum Hintergrund und der Chronologie, sowie zu den vorliegenden Daten zur Unschädlichkeit von Aspartam.
  • Sue Barlow, Vorsitzende des "Scientific Panel on Food Additives, Flavourings, Processing Aids and Materials in Contact with Food (AFC), gibt allgemeine Informationen zur Lebensmittelsicherheit und eine Einführung in ihre Arbeit. Sie stellt dar, wie die Empfehlungen zur Sicherheit von Aspartam aufgestellt wurden.
  • Iona Pratt, die Vorsitzende der Arbeitsgruppe der EFSA, stellt die Resultate der Evaluation und die abschließende Zusammenfassung der EFSA vor.
  • Fragen der Journalisten folgen.
Die Pressekonferenz wurde durchgeführt am 5. Mai 2006 aus Anlass der 1. Aspartam-Studie. Die Schlußfolgerungen der EFSA sind eigentlich nicht wirklich überzeugend. Es erscheint nicht wirklich nachvollziehbar, warum so vehement für die Sicherheit von Aspartam Stellung bezogen wird. Zwar betont die EFSA insbesondere ihre Unabhängigkeit, doch eine vorsichtigere Positionierung, die wenigstens Restrisiken anerkennt, würde mehr für eine solche Unabhängigkeit sprechen.

Link zur Pressekonferenz:
http://www.flyonthewall.com/FlyBroadcast/efsa.eu.int/AspartamePressConference/index.php?language=german&stream=wmv

Auch die von der EFSA vorgelegte Powerpointpräsentation (nur in englischer Sprache verfügbar) mit dem Titel Aspartame: "EVALUATION OF THE EUROPEAN RAMAZZINI FOUNDATION STUDY" by the Scientific Panel on Food Additives, Flavourings, Processing Aids and Materials in Contact with Food (AFC)
kommt zu dem Ergebnis, dass die 1. Aspartam-Studie nicht relevant ist.


Link zu ESFA-Position (nur in englischer Sprache):
http://www.efsa.europa.eu/en/science/afc/afc_opinions/1471.html
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21
Feb
2007

IBIS-Studien: "Chemoprävention" steht weiter auf der Tagesordnung ...

... setzt sich jedoch bisher nicht durch. Die Ansätze präventiv wirksamer Medikamente erscheinen hoffnungsvoll, doch Nebenwirkungen relativieren den Nutzen, weil sie von gesunden Frauen eingenommen werden sollen.

Bericht zur IBIS-I-Studie und anderen Präventionsstudien im Deutschen Ärzteblatt:
Brustkrebs: Präventive Wirkung von Tamoxifen auch nach Therapieende
Mittwoch, 21. Februar 2007 (rme)
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=27573

Die Nachfolgestudie IBIS-II setzt auf Aromatasehemmer.

Bericht zur IBIS-II-Studie in der Süddeutschen Zeitung:
"Die Angststrategie" von Klaus Koch
http://www.evibase.de/texte/sz/texte/die_angst_strategie.htm

IBIS-Studien im Netz:

http://www.brustkrebsvorbeugen.de/
http://www.ibis-trials.org/
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