"Korrupt oder korrekt? Wie bleibt die Selbsthilfe unabhängig": Neuer Tagungsband ist erschienen
Die Theodor Springmann Stiftung veranstaltete am 27. April 2007 eine Fachtagung zum Thema Sponsoring mit dem provozierenden Titel "Korrupt oder korrekt - wie bleibt die Selbsthilfe unabhängig?" Dies war bereits die zweite Veranstaltung der Stiftung, die bereits im Jahr 2003 das Thema, zu dem so viele Informationen bei uns nach wie vor fehlen, aufgegriffen hat.
Enthaltene Beiträge:
Vorbemerkungen von Evelyne Hohmann, Theodor Springmann Stiftung
Ursula Helms, Geschäftsführerin der NAKOS: Chancen und Risiken von Sponsoringverträgen in der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe
Prof. Dr. Judith Haas, Jüdisches Krankenhaus Berlin: Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie am Beispiel der Anwendungsbeobachtung
Christoph Kranich, Leiter Fachabteilung Gesundheitsdienstleistungen VZ Hamburg: Vom Dilemma der Abhängigkeiten. Geldquellen für Selbsthilfe und Patientenunterstützung
Prof. Dr. Bruno Müller-Oerlinghausen, Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ): Wie wird unabhängige Arzneimittelinformation für Bürger und Bürgerinnen in Deutschland möglich?
Helmut Schröder, Forschungsbereichsleiter Arzneimittel Wissenschaftliches Institut der AOK: Pharmapolitik der GKV. "Standort D" und seine Interessengruppen
Dr. Kirsten Schubert, Universität Bremen: Einfluss des pharmazeutisch-industriellen Komplexes auf die Selbsthilfe
Prof. Dr. Joachim Kugler, Universität Dresden - Gesundheitswissenschaften: Lebensqualität und Gesundheitsökonomie
Gudrun Kemper, Breast Cancer Action Germany: Ein anderes Rezept. Fundraising und Ethik in Frauengesundheitsorganisationen
Ausschnitte aus Diskussionen und Presse sind ebenfalls enthalten. Mit € 8,50 ist der Band nicht teuer und kann beim Veranstalter bestellt werden.
http://www.tss-datenbank.de/stiftung/ft_07/tagungsband.html
http://www.patiententelefon.de/
http://www.frauenselbsthilfe.de/front_single/pdf/Begruessung_BUTA2007.pdf
Zitat der Bundesvorsitzenden Hilde Schulte in ihrer Eröffnungsrede: "Die Frauenselbsthilfe nach Krebs wurde wie alle Verbände aufgrund von Medienberichten mit dem Thema Korruption konfrontiert. Aber nicht überraschend, neu oder erstmalig. Kooperationen wurden von uns schon immer offen und ohne Scheu kommuniziert.Richtlinien für die Zusammenarbeit mit Unternehmen der pharmazeutischen Industrie gab es in der Frauenselbsthilfe nach Krebs schon lange, bevor die Dachverbände sich damit beschäftigten oder gar Journalisten und Transparency International sich einmischten.
Aber kaum etwas verunsichert mehr als ungerechtfertigte Anschuldigungen. Wir haben uns in den letzten Monaten viele Gedanken gemacht über den Umgang mit Sponsoring und ähnlicher Unterstützung der FSH durch Dritte. Die Diskussionen war teitaufwendig, anstrengend, teilweise haben sie auch Nerven gekostet, aber: Geschadet haben sie uns nicht! Wir sind klarer, selbstsicherer, deutlicher in unserem Auftritt nach Innen und Außen geworden. Wir wissen, was wir sollen und vor allem: Wir wissen, was wir nicht wollen!"
http://del.icio.us/conflicts
Breast Cancer Action Germany - 11. Jun, 10:01

