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Frauengesundheit

15
Mrz
2008

Netzwerk Frauengesundheit Berlin: Materialien zur Brustkrebsversorgung in Berlin online

Logo des Netzwerk Frauengesundheit Berlin Die Fachveranstaltung "Brustkrebsversorgung in Berlin", die das Netzwerk Frauengesundheit Berlin in seiner Veranstaltungsreihe "Berlin - Gesunde Stadt für Frauen" am 27. Februar 2008 im Berliner Abgeordnetenhaus durchgeführt hat, war ein großer Erfolg. Auch in der Bundeshauptstadt ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Über 2.000 Frauen erkranken jedes Jahr neu an Brustkrebs. Mammographie-Screening soll mit einer Brustkrebsfrüherkennung die Brustkrebssterblichkeit senken helfen, und die Brustzentren sollen mit ihrer hochspezialisierten Versorgung den erkrankten Frauen in Berlin die bestmöglichen Überlebensmöglichkeiten garantieren.

Leistungsanbieter aus Brustzentren und Mammographie-Screening, VertreterInnen und gesundheitspolitische SprecherInnen aller Parteien sowie ExpertInnen des Netzwerks diskutierten gemeinsam, damit die Informationsmaterialien und Entscheidungshilfen für Frauen in der Hauptstadt und die Brustkrebsversorgung u.a. auch in der Palliativmedizin sukzessive weiter verbessert werden können. Karin Bergdoll vom Vorstand des AKF, die die Veranstaltung für das Netzwerk Frauengesundheit moderierte, hielt fest, dass das Netzwerk die Interessen der Frauen vertritt und die Position der Frauen stärken will.

Die einzelnen Fachbeiträge sind inzwischen auf der Internetseite des Netzwerks zum Download bereitgestellt worden, die Transkription der gesamten Veranstaltung einschließlich einzelner Diskussionsbeiträge wird folgen.

bullet_blue Download der Beiträge

Link Entscheidungsverhalten von Brustkrebspatientinnen: Bericht über eine von der Deutschen Krebshilfe geförderte Studie von Regina Stolzenberg
Link Zielgruppenorientierte Informationsvermittlung beim Berliner Mammographie-Screening-Programm von Susanne Schroeder
Link Brustkrebsversorgung in Berlin unter bes. Berücksichtigung der palliativen Versorgung von Gudrun Kemper
Link Psychosoziale Beratung und Betreuung von Irmhild Harbach-Dietz

Das Netzwerk führt seine Veranstaltungen immer im Wechsel mit einzelnen Parteien durch. Diese Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Partei "Die Linke" vorbereitet und bei der Durchführung organisatorisch unterstützt.

Im Sommer 2006 hatte das Netzwerk eine Umfrage unter allen Leistungsanbietern zur stationären Versorgung von Frauen mit Brustkrebs in Berlin durchgeführt. Aus den Ergebnissen der Umfrage wurde ein Positionspapier zur stationären Versorgung entwickelt. Die einzelnen Forderungen wird das Netzwerk nachhaltig weiter verfolgen, um schrittweise wichtige Versorgungsziele aus der Perspektive von Frauen zu erreichen.

Das Positionspapier ist ebenfalls online verfügbar unter:

Link http://www.frauengesundheit-berlin.de/download/Positionspapier.pdf

Das Netzwerk Frauengesundheit ist ein Zusammenschluss von über 50 Initiativen und Einrichtungen, die sich im Zusammenhang mit Frauengesundheit in Berlin engagieren. Das Netzwerk hat zum Thema Brustkrebs/Brustgesundheit einen eigenen Arbeitskreis eingerichtet.

Weitere Informationen über die Arbeit des Netzwerk Frauengesundheit Berlin finden Sie unter: Link http://www.frauengesundheit-berlin.de/
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10
Jul
2007

Impfen gegen HPV - Was ist dran? AKF nimmt Stellung

Humanes Papilloma-Virus (HPV)Aus gegebenem Anlass stellen wir in unserer Rubrik "Frauengesundheit" die fundierte, aktuelle Stellungnahme der gynäkologischen Expertinnen des AKF bei uns ein:

Stellungnahme des AKF zur HPV–Impfung zur Verhinderung von Gebärmutterhalskrebs

Im Herbst 2006 ist in Europa ein Impfstoff gegen 4 humane Papillomviren (HPV) zugelassen worden. In allen Medien wird seitdem ausgiebig darüber berichtet und unterschwellig Angst vor einer Erkrankung und gleichzeitig Hoffnung verbreitet, dass mit dieser Impfung der entscheidende Schritt zur Bekämpfung des Gebärmutterhalskrebses getan sei. Zur Zeit werden junge Mädchen massiv unter Druck gesetzt, sich frühzeitig impfen zu lassen. Dabei ist wichtig zu bedenken, dass nicht gegen Krebs, sondern gegen eine Virusinfektion geimpft wird, deren mögliche Folge in seltenen Fällen ein Gebärmutterhalskrebs sein kann.

HPV-Infektion und Gebärmutterhalskrebs-HP-Viren kommen nur beim Menschen vor. Bisher sind über 100 Typen bekannt, von denen rund 40 die Haut und Schleimhaut im Genitalbereich befallen können. Diese 40 werden, je nach ihrer Fähigkeit, auch bösartige Zellveränderungen mit zu verursachen, in high-risk- und low-risk-Typen unterteilt. Von der WHO wurden 13 HPV-Typen als high-risk eingestuft, darunter auch HPV 16 und 18. Letztere sind bei 9% der HPV-Infektionen und 70% der Fälle von Gebärmutterhalskrebs nachweisbar. Die HP-Viren werden durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt übertragen. 70 % aller sexuell aktiven Menschen durchlaufen mindestens einmal im Leben eine HPV-Infektion, meist zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr. Die Infektion verläuft in aller Regel symptomlos und heilt zu 80-90 % nach 1 - 2 Jahren folgenlos aus.
In einigen Fällen kann die Infektion Genitalwarzen (Kondylome) und/oder Zellveränderungenam Gebärmutterhals hervorrufen. Weniger als 1 % der infizierten Frauen erkranken an Gebärmutterhalskrebs. Das heißt: Gebärmutterhalskrebs ist eine sehr seltene Folge einer sehr häufigen Infektion.

In Deutschland macht diese Erkrankung lediglich 3,16 % aller Krebserkrankungen bei Frauen aus und verursacht nur 1,76 % der Krebssterblichkeit bei Frauen.
Seit Einführung der Krebsfrüherkennung in den 70er Jahren ist die Häufigkeit des Gebärmutterhalskrebses von 38 / 100.000 Frauen auf 13/ 100.000 Frauen (2002)
gesunken.

Bei dieser Früherkennungs-Untersuchung (auch Pap-Test genannt) werden Zellen vom Gebärmutterhals mikroskopisch beurteilt. So kann erkannt werden, ob krankhafte Veränderungen vorliegen. In den meisten Fällen bilden sich diese spontan zurück.
Im Falle einer schwerwiegenden Zellveränderung kann das erkrankte Gewebe bei einem ambulanten Eingriff schonend durch Laser oder operativ durch einen Kegelschnitt (Konisation) entfernt und somit die Weiterentwicklung zum Gebärmutterhalskrebs
verhindert werden. Die meisten Gebärmutterhalskrebs-Erkrankungen werden bei Frauen gefunden, die nicht an der Krebsfrüherkennungsuntersuchung teilgenommen haben.

Unsere Lesetipps zur Vertiefung der Inhalte:

bullet_blue Gemeinsame Pressemeldung vom November 2007 der Frauengesundheitszentren (FFGZ) in Deutschland:
http://www.ffgz.de/pm_HPV-Impfung%20November%202007.pdf

bullet_blue Berichterstattung bei "Gute Pillen - Schlechte Pillen"
„Impfen gegen Krebs“? - Wie viel Schutz bietet die HPV-Impfung vor Gebärmutterhalskrebs?
http://www.gutepillen-schlechtepillen.de/Impfen-gegen-Krebs.59.0.html

bullet_blue Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Leiter der Forschungsgrupe Public Health am Berliner Wissenschaftszentrum WZB: HPV-Impfung – Durchbruch in der Krebsprävention?
http://www.forum-gesundheitspolitik.de/dossier/PDF/Rosenbrock-HPV-Impfung.pdf
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