Arzneimittelforum des Europäischen Parlaments empfiehlt Beibehaltung des Werbeverbots für verschreibungspflichtige Medikamente
aufgelesen von Beate Schmidt
Am 02.10.2008 hat das Arzneimittelforum der EU
eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der es über die
Vorstellung seines Abschlussberichtes informiert.
eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der es über die
Vorstellung seines Abschlussberichtes informiert.
Dieser Bericht enthält Grundsätze und Empfehlungen zu drei wesentlichen Bereichen:
Wie können Informationen über Krankheiten und Behandlungsmethoden verbessert werden?
Wie können Arzneimittel miteinander verglichen und die wirksamsten Medikamente ermittelt werden?
Wie kann man angesichts begrenzter Gesundheitsbudgets erreichen, dass Innovationen zugänglich sind und sich bezahlt machen?
Zum Thema Information der Patientinnen und Patienten über Krankheiten und Behandlungsmethoden ist für uns als wichtigster Punkt die Empfehlung der EU festzuhalten: "Das Werbeverbot für verschreibungspflichtige Medikamente sollte beibehalten werden."
Darüber hinaus soll der Zugang zu Informationen erleichtert und die nationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Patienteninformation verbessert werden. Auch zum Thema Preisgestaltung und Zugänglichkeit von Arzneimitteln wurden Empfehlungen erarbeitet. Die Mitgliedstaaten und die übrigen Forumsteilnehmer werden gebeten, die Empfehlungen des Forums umzusetzen.
Auf dem Gebiet der Patienteninformationen sollen neue Formen der Zusammenarbeit angedacht werden, wobei herausgestellt wird, dass "ein Mindestmaß an ethischen Anforderungen respektiert werden (soll): Transparenz, Offenlegung von finanzieller Unterstützung und sonstigen Förderungen sowie Festlegung der Verantwortlichkeiten." Gerade im Zusammenhang mit Brustkrebs ist dies bei uns auch auf nationaler Ebene ebenfalls nicht umgesetzt. Ausgerechnet Patientinnenorganisationen haben hier in der Vergangenheit Anlass zu öffentlicher Kritik gegeben, und die geforderte Offenlegung durch die betroffenen Organisationen selbst findet nicht statt. Das erschwert die Orientierung im Zusammenhang mit Information für Frauen mit Brustkrebs in Deutschland.
Da eine neutrale Information zu Brustkrebsmedikamenten - fernab von Arzneimittelwerbung - für Patientinnen auch bei uns nach wie vor sehr verbesserungsfähig ist, bleiben wir dran an diesem wichtigen Thema.
Hier im Original weiterlesen:
http://ec.europa.eu/pharmaforum/docs/ip-08-1451_de.pdf
Wo wir weiterarbeiten:
Das Arzneimittelwerbegesetz schützen, Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente stoppen: Wir unterstützen auch weiterhin die europaweite gemeinsame Aktion von Bundesärztekammer, BAGP, IPPWN & BUKO-Pharma-Kampagne, die zusammen mit prescrire (Frankreich) läuft: PatientInnen nicht im Regen stehen lassen – für eine industrieunabhängige Patienteninformation. PatientInnen- und VerbraucherInnensschutz bleibt eine Daueraufgabe.
Stellungnahme mitzeichnen: hdiekwischATbukopharma.de
Mehr Information zu dieser Aktion in unserem
Blog oder bei BUKO.
Breast Cancer Action Germany - 19. Okt, 12:49


