25
Jan
2007

Intransparentes EU-Lobbying am Pranger: Roche finanziert Cancer United Campaign

Donnerstag, den 25. Januar 2007 - 15:46:16 Uhr

Text: Pressemeldung Europa Donna Deutschland

Auf Platz zwei im Ranking um intransparentes EU-Lobbying steht für 2006 dieses Mal die von der PR-Agentur Weber Shandwick organisierte Kampagne „Cancer United“. Die alljährliche Vergabe dieses „Worst EU-Lobby Award“ ist eine Gemeinschaftsinitiative von LobbyControl, dem Corporate Observatory, Friends of the Earth Europe und Spinwatch. EUROPA DONNA bedauert anlässlich der Auszeichnung dieser Kampagne als zweitschlechteste Lobbyaktion, dass sich viele Patientenorganisationen in gutem Glauben an dieser Kampagne beteiligt haben. Der erste Preis ging an
Exxon-Mobil für eine intransparente Kampagne in Sachen Klimapolitik.

„Wir haben die ausschließlich vom Pharmakonzern Roche finanzierte „Cancer United Campaign“ nicht unterstützt, da wir der Auffassung sind, dass hier nicht die Interessen der Patienten und Patientinnen im Vordergrund stehen sondern vielmehr wirtschaftliche Interessen von Roche“, betont EUROPA DONNA Deutschland Präsidentin Karin Jöns. Der Vorstand von EUROPA DONNA Deutschland fühlt sich hierin nicht zuletzt durch die Kritik des Epidemiologen Michael
Coleman an der ebenfalls von Roche finanzierten Karolinska-Studie in Cancer World 9/10 2006 bestätigt (siehe „Kritik an Karolinska-Studie nimmt zu“, siehe Link unten). Coleman hatte den Autoren der Studie eine unseriöse Methodik und
somit unseriöse Schlussfolgerungen vorgeworfen.
Für EUROPA DONNA Deutschland erklärt Karin Jöns im Namen des Vorstands: „EUROPA DONNA Deutschland wird
sich auch weiterhin nicht an derartigen Kampagnen beteiligen. Wir sind stolz darauf sagen zu können, dass EUROPA
DONNA Deutschland sich bis heute ohne jegliche Unterstützung der Pharmaindustrie trägt.“
Mitteilung der Tagesschau über die Gefahr des Lobbying:
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/meldung90960.html
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