19
Dez
2006

Boost-Bestrahlung in der Strahlentherapie von Brustkrebs

Zur sogenannten "Boost-Bestrahlung" liegen nun 10-Jahres Daten aus einem randomisierten klinischen Versuch vor (EORTC trial 22881-10882). Betrachtet wurde die lokale Tumorkontrolle, Fibrose als Nebenwirkung und das Gesamtüberleben nach 10 Jahren.

In den Versuch wurden insgesamt 5318 Patientinnen (Stadium I und II) eingeschlossen, bei denen eine komplette chirurgische Entfernung des Tumors gelungen war (nachgewiesen durch den entsprechenden pathologischen Befund). In der "Boost-Gruppe" (2661 Patientinnen) wurden zusätzlich 16 Gy verabreicht (2661 patients), in der anderen Gruppe ohne Boost waren es 2657 Patientinnen, die beobachtet wurden.

Der zusätzliche "Boost", eine verstärkte Strahlendosis, die zusätzlich meist auf das "Tumorbett" verabreicht wird und bei der anstatt der Photonen noch eine Elektronenstrahlung eingesetzt wird, bewirkte eine geringere Rückfallrate bei den sog. "Lokalrezidiven", hier 10,2% bei den nicht mit "Boost" behandelten Patientinnen und lediglich 6,2% bei Patientinnen mit "Boost"-Bestrahlung. Im Gesamtüberleben zeigte sich nach 10 Jahren jedoch kein Vorteil für die "Boost-Gruppe". Bei jüngeren Patientinnen zeigte sich der Vorteil in Hinsicht auf die geringere Anzahl an Lokalrezidiven deutlicher, jedoch hatte die Patientinnen auch mehr Probleme mit Fibrosen.

Weitere Daten zur Studie/Abstract:
http://www.abstracts2view.com/sabcs06/view.php?nu=SABCS06L_265

Berichterstattung Breast Cancer Action, SF
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